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Freie Presse vom 31. März
2012 |
Zschopau macht den Weg frei - BSG
Motor beschließt Auflösung
Nachdem die geplante Fusion der
Fußballvereine FSV Krumhermersdorf und
BSG Motor Zschopau bereits gescheitert
schien, wird das Projekt nun doch noch
einmal in Angriff genommen. Dabei geht
die Initiative von den Zschopauern aus,
die Anfang März keine ausreichende
Mehrheit für eine Auflösung ihres
Vereins erzielt hatten und damit in eine
Sackgasse geraten waren. "Dieser
Beschluss ist aufgehoben worden. Wir
haben neu abgestimmt, wobei sich diesmal
fast alle für eine Vereinsauflösung
aussprachen", berichtet der
BSG-Vorsitzende Gert Schmerler nach
einer erneuten Versammlung am
Donnerstagabend. Ohne Gegenstimme
sprachen sich 31 Vereinsmitglieder dafür
aus, ein Anwesender enthielt sich der
Stimme.
"Nun werden wir uns mit dem FSV an einen
Tisch setzen, um gemeinsam doch noch
eine Lösung zu finden", sagt Schmerler,
der bereits den Kontakt zum
Krumhermersdorfer Vorstand gesucht hat.
Kurz nach der ersten Abstimmung vor gut
vier Wochen hatte er sein Amt
niedergelegt. In der Folge sei es bei
Motor zu intensiven Gesprächen über
verschiedene Standpunkte gekommen, die
offenbar Wirkung zeigten. "Einige haben
ihre Entscheidung noch einmal
überdacht", berichtet Schmerler, der am
Donnerstagabend seine Überlegungen
erneut ausgiebig schilderte. "Im Sinne
einer sicheren Zukunft ist der
Zusammenschluss der beste Weg. Im
Nachwuchsbereich wachsen beide Vereine
ja jetzt schon zusammen", verweist er
die bereits existierende Kooperation.
Aufgrund des Umdenkens verkündete er
seinen Rücktritt vom Rücktritt. Ziel sei
weiterhin, als gemeinsamer Verein in die
Saison 2012/13 zu gehen. (anr)
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Freie Presse vom 05. März
2012 |
Keine nötige Mehrheit: Fusion bleibt
eine Vision - Zusammenschluss von
Krumhermersdorf und Zschopau gescheitert
Auf absehbare Zeit wird es im mittleren
Erzgebirge keine neue vereinte
Fußball-Macht geben. Der geplante
Zusammenschluss des in der
Fußball-Bezirksliga spielenden FSV
Krumhermersdorf und der BSG Motor
Zschopau (1./Erzgebirgsliga), den die
Vorstände beider Vereine für den Sommer
angestrebt hatten, ist in letzter
Sekunde gescheitert. Nachdem die
Krumhermersdorfer Mitglieder vor einer
Woche ohne Gegenstimme die Auflösung
ihres FSV beschlossen und damit den Weg
zur Fusion geebnet hatten, gab es bei
der Mitgliederversammlung der BSG Motor
am Freitagabend deutlich mehr
Diskussionen. Am Ende wurde die nötige
Drei- Viertel-Mehrheit verfehlt.
Von den anwesenden 49 BSG-Mitgliedern
stimmten 27 für das Projekt und – bei 5
Enthaltungen – 17 dagegen. „Wir hätten
zehn mehr Ja-Stimmen benötigt“,
erläutert der Vereinsvorsitzende Gert
Schmerler, dem seine Enttäuschung
deutlich anzumerken war. „Im Vorfeld war
klar gewesen, dass es nicht einfach
wird, das Vorhaben in die Tat
umzusetzen. Aber ich war mir ziemlich
sicher, dass es funktioniert.“ Die Zahl
derer, die sich gegen die Fusion
aussprachen, war letztlich größer als
erwartet. Bei der Versammlung wurde
deutlich, dass der Spielort einen der
Streitpunkt darstellte. Aber die Frage,
ob und wie viele Partien in Zschopau
oder Krumhermersdorf ausgetragen werden
sollten, war laut Schmerler nicht der
einzige Grund für das Scheitern. An
diesem konnte auch ein Plädoyer von
Motor- Trainer Frank Seefeldt nichts
ändern, der sich als ehemaliger Spieler
beider Vereine klar für einen
Zusammenschluss ausgesprochen hatte.
Beim FSV Krumhermersdorf, dessen
Auflösungsbeschluss nun hinfällig ist,
zeigte sich Abteilungsleiter Steffen
Richter überrascht und enttäuscht: „Ich
bin traurig, dass es so gekommen ist.
Hier hätte etwas Großes entstehen
können.“ Das Zustandekommen dieses
Beschlusses könne und wolle er nicht
kommentieren. Nach der monatelangen
Kooperation der beiden erweiterten
Vereinsvorstände, die in Arbeitsgruppen
bereits konkrete Pläne erarbeitet
hatten, habe sich der FSV „schon auf den
Zusammenschluss eingestellt“. „Nun
müssen wir uns zusammensetzen und die
Situation in aller Ruhe beraten“, so
Richter. Auch bei der BSG ist für heute
Abend eine Vorstandssitzung anberaumt. (anr)
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Freie Presse vom 29. Februar
2012 |
Für das Double viel geschwitzt - Die
Fußballer der BSG Motor Zschopau peilen
im Erzgebirge sowohl den Meistertitel
als auch den Pokalsieg an. Dabei verlief
die Rückrunden-Vorbereitung anders als
gewohnt.
Dreimal pro Woche haben die Fußballer
der BSG Motor Zschopau im Februar
geschwitzt, um für die am Sonntag
beginnenden Pflichtspiele des neuen
Jahres fit zu sein. Die Bedeutung des
als erstes anstehenden
Kreispokal-Viertelfinales gegen den TSV
Jahnsdorf stellt Trainer Frank Seefeldt
dabei hinten an. „Unser Fokus liegt
eindeutig auf der Erzgebirgsliga. Wir
wollen ungeschlagen Meister werden“,
erklärt der 50-Jährige. Den Pokal sieht
er als Zugabe, die dennoch voll
ausgekostet werden soll: „Wenn man die
Chance aufs Double hat und den
vermeintlich stärksten Gegner daheim
ausschalten kann, dann soll natürlich
auch der Pott her.“
Trotz der hohen Ziele des aktuellen
Tabellenführers traute sich Seefeldt,
bei der Vorbereitung auf die Rückrunde
neue Wege zu gehen. „Es war eine extrem
lange Winterpause, in der ich die Zügel
bewusst etwas lockerer gelassen habe.
Immer mehr unserer Spieler haben ja nun
eine Familie.“ Anders als in der
Vergangenheit hielt sich die Zahl der
Hallenturniere in Grenzen. Erst Ende
Januar stand der Trainingsauftakt an.
Nicht nur der Zeitplan hat sich
geändert, sondern auch der Inhalt der
Übungseinheiten. Weil das Wetter nicht
mitspielte, kamen Spielformen wesentlich
kürzer als sonst. Statt auf dem
schneebedeckten, gefrorenen
beziehungsweise mittlerweile extrem
feuchten Rasen wurde auf den Wegen und
Straßen von Zschopau trainiert. „Wir
haben die ganze Stadt erforscht“, sagt
Seefeldt schmunzelnd und verweist unter
anderem auf die Kirchtreppen und den
lang gezogenen Berg am örtlichen
Feuerwehr-Depot.
Auf ihrer „Erkundungstour“ machten die
Motor-Kicker auch zweimal in einem
Zschopauer Fitnessstudio Station. „Wenn
man zu muskelbepackt ist, kann man sich
als Spieler nicht mehr allzu gut
bewegen. Aber in gesundem Maß macht das
durchaus Sinn“, ging Seefeldt auf die
Anregung der Mannschaft ein. An einigen
Geräten sowie bei den meisten der vielen
Kraftund Koordinationsübungen wirkte der
50-Jährige selbst mit, was sich am
nächsten Morgen in Form eines
Muskelkaters bemerkbar machte.
Mittlerweile steht die
Schnelligkeitsausdauer im Mittelpunkt
des Vorbereitungsprogramms, das bis zum
ersten Spieltag der Rückrunde am 11.
März ausgelegt ist. Beim Pokalspiel
gegen Jahnsdorf erwartet Seefeldt daher
noch nicht die optimale Spritzigkeit:
„Daran müssen wir noch arbeiten.“ Dies
ist auch die Erkenntnis aus den vier
Testspielen. Dass gegen Meerane (1:1),
Lok Zwickau (2:4),
Augustusburg/Erdmannsdorf (4:3) und
Olbernhau (3:2) nicht alles rund lief,
hatte aber auch andere Gründe. „Ich habe
viel ausprobiert und einige Spieler auf
ungewohnten Positionen getestet“,
erklärt Zschopaus Coach, der auf dem Weg
zum angestrebten Double keine
Experimente scheut. (anr)
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Freie Presse vom 28. Dezember 2011 |
Vereine wollen ihre Kräfte bündeln -
Die beiden Fußballklubs BSG Motor
Zschopau und FSV Krumhermersdorf streben
eine Fusion an. Nachdem die Vorstände
erste Schritte eingeleitet haben, könnte
es bereits im Sommer soweit sein.
Entscheiden müssen aber die jeweiligen
Mitglieder.
In den vergangenen sechs Jahrzehnten hat
es viele spannende Derbys zwischen den
Fußballern aus Zschopau und
Krumhermersdorf gegeben. Auch die
kommende Saison hätte heiße Duelle
zwischen den beiden Lokalrivalen
versprochen, deren Plätze kaum drei
Kilometer voneinander entfernt sind.
Schließlich hat der FSV Krumhermersdorf
als höchstklassiger Verein der Region
seine Krise in der Bezirksliga offenbar
überwunden und könnte 2012/13 auf die
BSG Motor Zschopau treffen, die die
Erzgebirgsliga nach Belieben dominiert
und als designierter Aufsteiger schon
neun Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz
hat. Doch statt gegeneinander wollen die
beiden Klubs künftig miteinander
agieren.
„Unsere beiden Vereine stehen derzeit in
engen Gesprächen, die das Zusammengehen
zu einem Fußballverein zum Gegenstand
haben“, bestätigen der BSG-Vorsitzende
Gert Schmerler und Steffen Richter,
Fußball- Abteilungsleiter des FSV.
Offenkundig wurde das beiderseits
vorhandene Interesse vor wenigen Tagen
während einer Stadtratsitzung in
Zschopau. Bei einer Diskussion, die den
erhofften Kunstrasenplatz betraf,
sprachen die Klub-Verantwortlichen auch
über ihre Fusionspläne. Hinter den
Kulissen wird schon länger am Projekt
gebastelt. So existieren bereits seit
Wochen Arbeitsgruppen, die in
verschiedenen Aufgabenbereichen Konzepte
erarbeiten. „Es sind aber noch lange
nicht alle Themenkreise abgedeckt“,
betonen Schmerler und Richter.
Zwar steht die Fusion bereits für Mitte
2012 im Raum, doch sei es bis dahin noch
ein langer Weg. Dass sich die Vorstände
beider Klubs in wichtigen Fragen einig
sind, stelle nur die Grundlage dar. „Es
gibt noch viele Dinge zu klären“, sagt
Schmerler. Und Richter ergänzt: „Das
Wichtigste ist die Meinung der Spieler
und Vereinsmitglieder.“ Einige
Beteiligte sind schon informiert, mit
anderen werde nun ausführlich
gesprochen. Schließlich sind es die
Mitglieder, die bei ihren Versammlungen
im Frühjahr über die Zukunft
entscheiden. Eine Drei-Viertel- Mehrheit
ist notwendig, um die alten Vereine
aufzulösen und damit den Weg für einen
gemeinsamen Klub zu ebnen. „Bis zum 31.
Mai muss der neue Verein gegründet sein,
da dann die Anträge für die kommende
Saison abgegeben werden“, erklärt
Richter.
Ausgangspunkt für das Projekt war die
erfolgreiche Kooperation im
Nachwuchsbereich. „Wir befinden uns
jetzt im dritten Jahr. Hier wächst etwas
zusammen“, meint Schmerler und verweist
zudem auf den Förderverein Hattrick.
Gemeinsam mit dem FSV 95 Scharfenstein/
Großolbersdorf ziehen Krumhermersdorf
und Zschopau dort schon seit zwölf
Monaten an einem Strang, um die
Jugendarbeit voranzutreiben. Schon jetzt
sind dank der Spielgemeinschaften alle
Altersklassen besetzt. 2012/13 wird die
Zahl der Nachwuchs-Teams sogar steigen.
Die geplante Fusion soll dazu beitragen,
dass die Talente des FSV und der BSG
auch nach dem Wechsel in den
Herrenbereich eine Einheit bleiben
können. „Wären unsere Vereine jeweils
auf sich allein gestellt, würde die
Zukunft deutlich schwieriger“, sagt
Schmerler. In der Stadtratssitzung
sprachen die Verantwortlichen die
rückläufige Bevölkerungsentwicklung an.
Diese führe dazu, dass Zschopau zwei
Fußballvereine auf Dauer nicht vertrage.
Vor den Kommunalpolitikern traten beide
Vereine bereits als Einheit auf. Dass
die Bemühungen um einen Kunstrasenplatz
in der vergangenen Woche scheiterten und
der Stadtrat dagegen stimmte, das
Projekt in den Haushalt aufzunehmen,
sorgte zwar für einigen Frust (siehe
Interview). Dem Bestreben, die Zukunft
gemeinsam anzugehen, tat dieser
Beschluss jedoch keinen Abbruch. In der
Region hat es den Zschopauern und
Krumhermersdorfern bereits der VfB 07
Zöblitz- Pobershau vorgemacht, wie man
Kräfte erfolgreich bündeln kann. (anr)
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Freie Presse vom 06. Juli 2011 |
Dem Feiern folgt das Schwitzen -
In der abgelaufenen Saison sicherten
sich die Kicker von Motor Zschopau in
der Bezirksklasse-Staffel 3 Platz 1. Um
das Projekt Titelverteidigung in der
neuen Erzgebirgsliga gut gerüstet
anzugehen, bittet Coach Frank Seefeldt
zeitig zum Training.
Als eine der ersten Fußball-
Mannschaften der Region beginnt die BSG
Motor Zschopau bereits morgen mit der
Saisonvorbereitung. „Ein kleines
Spielchen zum Auftakt kann nicht
schaden“, kündigt Trainer Frank Seefeldt
einen lockeren Auftakt an. Doch danach
will er die Zügel anziehen. „Es gibt
genug Wald in der Umgebung“, spielt er
auf intensive Laufeinheiten an, die auch
er als Spieler einst nicht mochte. Aber
konditionelle Grundlagen seien die
Voraussetzung, um an die erfolgreiche
Saison 2010/11 anzuknüpfen. Der in der
Bezirksklasse- Staffel 3 gewonnene Titel
soll laut Seefeldt in der Erzgebirgsliga
verteidigt werden.
Als Seefeldt Ende April das Traineramt
von Uwe Frenzel übernahm, mögen manche
hinter dieser Lösung noch ein
Fragezeichen gesehen haben. Schließlich
verfügte der 49-Jährige kaum über
Erfahrungen als Übungsleiter. Zwar hatte
er einst unter Trainerlegende Gerd
Schädlich in Krumhermersdorf gespielt.
Zudem absolvierte er die ersten beiden
Jahre nach dem Zschopauer Neuanfang 2005
als Co-Trainer an der Seite von Olaf
Mehnert. Doch ob Seefeldt nach dem
Ausklingen seiner Karriere in der
Kreisklasse sofort der neuen
Herausforderung gewachsen sein würde,
konnte auch nach seinem Einstand niemand
definitiv sagen. Mit der 0:1-Niederlage
in Zöblitz legte der ehemalige Stürmer
einen klassischen Fehlstart hin. Danach
folgte jedoch eine Erfolgsserie mit fünf
Siegen und einem Unentschieden bei
Verfolger Thalheim.
„Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die
Leistung stimmt“, findet Seefeldt. Vom
Potenzial des Kaders her könne ohnehin
fast jeder die BSG trainieren. Doch das
Talent auf dem Platz auch umzumünzen,
erfordere ein gewisses Feingefühl im
Umgang mit den einzelnen Spielern. Der
neue Coach hat den Draht zur Mannschaft
offenbar gefunden, was nicht nur an ihm
selbst liegt. Als Erfolgsgarant Nummer 1
sieht Seefeldt jedenfalls die
Einstellung im Team: „Bis zum Saisonende
jedes Spiel ernst zu nehmen, obwohl wir
von vornherein auf unser Aufstiegsrecht
verzichtet haben, gelingt nicht jeder
Mannschaft. Das ist eine Charakterfrage,
und dafür muss ich den Jungs ein
riesiges Lob aussprechen.“
Trotz der guten Resultate, zu denen ein
11:1 gegen Grünhain gehörte, hat der
49-Jährige noch Steigerungsbedarf
ausgemacht. An der Hierarchie im Team
müsse noch gearbeitet werden, um auch in
schwierigen Situationen Ruhe und
Zusammenhalt zu wahren. „Bei Rückständen
verlieren wir zu schnell den Faden“,
kritisiert Seefeldt, der sich auch in
der Abwehr eine bessere Organisation
wünscht. Andererseits hebt der Coach die
Spielstärke im Mittelfeld als großes
Plus hervor. Mit der Rückkehr des lange
verletzten Alexander Dörfler, der gegen
Saisonende wieder mitmischte, wächst die
Zahl der Alternativen sogar.
Im Angriff herrscht dagegen
Personalmangel. Erst recht, seit sich
vor einigen Tagen Kai Hamann in Richtung
Thalheim verabschiedete. „Das war unser
einziger etatmäßiger Stürmer. Wir werden
versuchen, diesen Verlust mit der einen
oder anderen Verstärkung zu
kompensieren“, sagt Seefeldt. Bange ist
ihm jedoch nicht, da im Vorjahr neben
Hamann auch andere Akteure zum Liga-
Bestwert von 88 Toren beitrugen.
Außerdem bietet die Vorbereitung viele
Chancen zum Experimentieren. Das erste
von sieben Testspielen steht am Samstag
in Roßwein an. (anr)
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Freie Presse vom 17. Januar 2011 |
Zschopauer Team belohnt sich mit
Bronzemedaille -
Hallen-Landesmeisterschaft: BSG gewinnt
Spiel um Platz 3 gegen Krostitz - Titel
geht an Mügeln-Ablaß
Obwohl seine Fußballer im Halbfinale
gegen Titelverteidiger
Hohenstein-Ernstthal einen möglichen
Sieg verpassten, ist Zschopaus Trainer
Uwe Frenzel zufrieden von der Endrunde
der Hallen-Landesmeisterschaft
zurückgekehrt. "Viel Zeit zum Ärgern
blieb ohnehin nicht, da die Pause bis
zum Spiel um Platz 3 nur fünf Minuten
betrug. Da haben sich die Jungs noch
einmal voll reingehängt und mit Bronze
selbst für ihre starke Leistung
belohnt", so Frenzel nach dem Turnier in
Zwenkau.
Kampfgeist offenbarten die Zschopauer
bereits im Auftaktspiel, als sie gegen
Dresden-Striesen (Bezirksklasse) einen
1:3-Rückstand in einen 4:3-Sieg
umwandelten. "Sicherlich machte sich das
Fehlen von Dirk Ruttloff und Borislav
Tomoski hier und da bemerkbar, aber alle
haben das Beste aus sich herausgeholt",
fand Frenzel. Damit meinte er auch
Dominik Messig, der für Ruttloff in die
Rolle des "fliegenden Torwarts"
schlüpfte und im Laufe des Turniers vier
Treffer erzielte. War der Gegner im
Angriff, hütete David Walther den
Kasten. Und auch der machte seine Sache
prima, wurde am Ende sogar zum besten
Torwart des Turniers gewählt.
Beim 0:2 gegen den späteren Sieger SV
Mügeln-Ablaß (Bezirksliga) war aber auch
Walther machtlos, und so musste das
letzte Vorrundenspiel gegen den VfB
Zwenkau über den Halbfinaleinzug
entscheiden. Obwohl es gegen den
Gastgeber ging, fühlte Frenzel dank
vieler mitgereister Motor-Fans den
Heimvorteil auf seiner Seite. Die
Anhänger peitschten die BSG zu einem
2:1-Sieg. In der Runde der letzten vier
konnten die Zschopauer beim 0:3 gegen
Hohenstein-Ernstthal (Landesliga) ihre
Chancen nicht nutzen. Dafür trafen sie
im Spiel um Bronze gegen den FSV
Krostitz (Bezirksklasse). Frenzel freute
sich nicht nur über das 3:1, sondern
auch über einen großen Pokal, einen
Spielball und einen Futsalball.
"Außerdem habe ich die Einladung für
einen Futsal-Lehrgang bekommen", weist
der Trainer auf die neue Form des
Hallenfußballs hin, in der ab 2012 die
Meister ermittelt werden. (anr)
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Freie Presse vom 11. Januar 2011 |
Zschopau bucht Finalticket - Mit
toller Technik und starken Nerven haben
die Motor-Fußballer die Vorrunde der
Hallen-Landesmeisterschaft gemeistert.
Gornau verzichtete dagegen auf einen
Start.
Die Bezirksklasse-Fußballer der BSG
Motor Zschopau fahren am Samstag zur
Endrunde der Landesmeisterschaft in der
Halle nach Zwenkau. Ihr Ticket konnte
die Mannschaft von Trainer Uwe Frenzel
mit dem Vorrundensieg in Lößnitz buchen.
Auf Germania Gornau warteten die
Zuschauer vergeblich. Wie der
Vereinsvorsitzende Frank Zoll berichtet,
habe der Verein bereits vor zwei Monaten
seine Teilnahme abgesagt. "Unserem
Trainer ist das Verletzungsrisiko in der
Halle einfach zu groß, zumal im
vergangenen Winter gleich drei Spieler
von uns aus dem Rennen genommen wurden",
so Zoll.
Während die Gornauer in dieser
Hallensaison kein einziges Turnier
absolvieren, genießen die Zschopauer den
Budenzauber in vollen Zügen. Das war
auch in Lößnitz zu spüren, wo gleich zum
Auftakt der Gruppe B
Bezirksliga-Spitzenreiter Merkur
Oelsnitz gegen Zschopau mit 1:4 das
Nachsehen hatte. Auch gegen Turbine
Bergen (Bezirksklasse) sollte sich der
Einsatz des "fliegenden" Torwarts Dirk
Ruttloff, der bei der Vorrunde Süd-West
zum besten Keeper gewählt wurde, lohnen.
4:0 wurden die Vogtländer bezwungen -
das Halbfinale war erreicht. Zum
Abschluss der Vorrunde erlebten die
Zuschauer beim 1:0-Sieg der Frenzel-Elf
gegen Crottendorf (Bezirksliga) ein
Strafen-Festival. Neben drei Zeitstrafen
für Zschopau verlor auch ein
Crottendorfer Spieler die Nerven, als er
von der Wechselbank aus Sebastian
Gillert rüde foulte und dafür die rote
Karte sah.
Das Halbfinale gegen Bezirksligist
Reichenbacher FC musste vom
Neunmeterpunkt entschieden werden, da
Motor eine zweimalige Führung noch
verspielte (2:2). Dominik Messig
allerdings hämmerte den entscheidenden
Strafstoß zum 6:4-Endstand in das
RFC-Gehäuse. Gastgeber FC 1910 Lößnitz
(Bezirksliga) und das Team von Uwe
Frenzel stritten nun im Finale um den
Sieg dieser Vorrundengruppe. Zwei Tore
von Marcel Walczak und ein weiterer
Treffer von Dirk Viererbe brachten
Zschopau nicht nur einen 3:1-Erfolg,
sondern auch das Ticket für die Endrunde
in Zwenkau. (min)
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Freie Presse vom 05. Januar 2011 |
Auf der Suche nach Sponsoren und
Talenten - Gert Schmerler will als neuer
Vorsitzender der BSG Motor Zschopau für
eine erfolgreiche Zukunft sorgen -
Verein in gesundem Zustand
Gert Schmerler ist der neue Vorsitzende
der BSG Motor Zschopau. Im Vorstand hat
er Michel Richter (Stellvertreter),
Frank Püschmann (Schatzmeister) und Maik
Hofmann (Schriftführer) an seiner Seite.
Andreas Bauer sprach mit dem 51-jährigen
Klubchef über den Weg, den er mit dem
Zschopauer Fußballverein gehen will.
Freie Presse: Olaf Mehnert, der
nun Trainer in Marienberg ist, trat als
BSG-Präsident schon im Sommer zurück.
Warum ist die Nachfolge erst jetzt
geklärt?
Gert Schmerler: Die Suche war
nicht einfach. Im Verein hätte sich
außer mir niemand gefunden.
Bedeutet das, Sie sind nur ein
"Notnagel"?
Auf keinen Fall. Ich übernehme die
Aufgabe gern, sonst hätte ich nicht ja
dazu gesagt. Der Verein liegt mir sehr
am Herzen, denn ich war von Anfang an
dabei.
Was waren Ihre bisherigen Aufgaben?
Zunächst einmal habe ich die Satzung
geschrieben, als die
Ballsportgemeinschaft Motor Zschopau im
Mai 2005 ins Leben gerufen wurde. Im
folgenden Sommer wurde ich Trainer der
F-Junioren und der Damen-Mannschaft. Um
das Frauen-Team kümmere ich mich immer
noch. Außerdem war ich zuletzt
Nachwuchs-Leiter bei der BSG.
Die Tradition des Zschopauer Fußballs
reicht weit zurück. Aus der
Betriebssportgemeinschaft Motor wurde
die Spielvereinigung und dann der
Zschopauer FC. Waren Sie auch zu dieser
Zeit schon an Bord?
Meine Wurzeln liegen in
Großrückerswalde, aber mit Fußball hatte
ich schon immer zu tun. Bis zum 18.
Lebensjahr war ich für den Verein in
meinem Heimatort auf Bezirksebene aktiv,
später im Betriebssportverein der AOK
Chemnitz.
Auf welcher Position haben Sie
gespielt?
Libero.
Also waren Sie schon auf dem
Spielfeld ein Organisator?
Das kann man so sagen. Einst habe
ich die Abwehr organisiert und jetzt
hoffe ich, das gelingt mir im Verein.
Wo sehen Sie die Schwerpunkte Ihrer
Arbeit als Vorsitzender der BSG Motor?
Wichtig ist die Sponsorensuche und
-pflege. Ohne Geld geht nun mal nichts.
Außerdem wollen wir den Fokus noch mehr
auf die Nachwuchsarbeit richten und die
Mitgliederzahl von derzeit 130 steigern.
Gibt es denn viel aufzuholen, was in der
Vergangenheit versäumt wurde? Sicherlich
sind da einige Baustellen, die intern
geklärt werden müssen. Aber ich habe den
Verein in einem gesunden Zustand
übernommen. Dass noch mehr Sponsoren
gewonnen werden sollten, liegt vor allem
an den steigenden Kosten. Zum Beispiel
müssen wir durch einen Beschluss der
Stadt pro Jahr zusätzlich 2000 Euro für
die Stadionmiete und Flutlichkosten
aufbringen.
Und wie ist die Lage im
Nachwuchsbereich, um den Sie sich ja
schon vorher gekümmert haben?
Da es ab Sommer auch eine
A-Jugend-Mannschaft geben soll, dürften
wir in der nächsten Saison in allen
Altersklassen vertreten sein. Auch wenn
das meist nur durch Spielgemeinschaften
möglich ist, sind wir auf jeden Fall gut
aufgestellt. Aber auf die Ausbildung der
Kinder kann man gar nicht genug Wert
legen. Ziel ist es, vorrangig Spieler
aus den eigenen Reihen ins Männerteam zu
bringen.
Das aktuelle Team kommt vorrangig aus
Zschopau und hat sich nach dem Neuanfang
von der Kreis- bis in die Bezirksklasse
hochgearbeitet. Ist das Ende der
Fahnenstange erreicht?
Der Durchmarsch war eine tolle
Leistung. Als aktueller Spitzenreiter
der Staffel 3 ist sicher auch die
Bezirksliga in Reichweite. Die künftige
Erzgebirgsliga hat mit den vielen Derbys
aber gewiss auch ihre Reize.
Also wollen Sie an glorreiche
Zschopauer Zeiten anknüpfen?
Es gilt, eine lange Tradition
fortzusetzen. Es wäre übrigens schön,
wenn Spieler, die einst für Zschopau in
der Bezirks- und Landesliga am Ball
waren, auch jetzt noch im Verein spielen
würden. Aber leider haben wir keine
Alten-Herren-Mannschaft. Das liegt wohl
an der hohen Zahl an Freizeitteams in
der Stadt.
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Freie Presse vom 03. Januar
2011 |
Bier entschädigt für dramatische
Finalniederlage - Zschopau verspielt
Sieg beim 16. Braustolz-Cup in der
Verlängerung - Krumhermersdorf auf Rang
3
Zwei der drei Podestränge sind beim 16.
Braustolz-Cup in Chemnitz an
Fußball-Mannschaften aus dem mittleren
Erzgebirge gegangen. Während
Bezirksligist FSV Krumhermersdorf das
Spiel um Platz 3 mit 5:3 gegen Germania
Chemnitz gewann, wäre Motor Zschopau
beinahe sogar der Turniersieg geglückt.
Im Finale lag das Bezirksklasse-Team
gegen Landesligist Fortuna Chemnitz fast
ständig in Führung, zog dann aber in der
Verlängerung mit 5:6 den Kürzeren.
"Natürlich haben sich die Jungs im
ersten Moment geärgert. Aber sie haben
super gespielt, und als Trost gab es ja
auch etwas Bier", spielte Trainer Uwe
Frenzel hinterher auf die Auszeichnungen
für sein Team an. Neben einem
Fünf-Liter-Fass für den Silberrang gab
es jeweils ein weiteres für den besten
Turnierspieler Borislav Tomoski und
Torschützenkönig Dirk Ruttloff, der als
"fliegender Torhüter" auf zehn Treffer
kam. Beide hatten schon während des
Turnierverlaufs insgesamt vier
Sechserpacks Bier eingespielt.
Die erste vom Veranstalter
ausgeschriebene Belohnung ging an
Tomoski, dem beim 1:0-Sieg gegen
Krumhermersdorf das erste Turniertor
gelang. Offenbar war dies ein Weckruf
für die FSV-Kicker, die zwei Tage zuvor
in Meißen den Pokal der
Schwerter-Brauerei geholt hatten. Sie
gewannen die restlichen Gruppenspiele
gegen Handwerk Rabenstein (3:2) und Post
Chemnitz (5:2). Auch Motor agierte
weiterhin souverän, wobei sich Ruttloff
beim 6:1 gegen Post über einen Hattrick
und damit über einen weiteren
Sechserpack freuen durfte.
Sogar Uwe Frenzel war vom starken
Auftritt seiner Spieler überrascht, da
sie in diesem Winter noch nicht
gemeinsam in der Halle trainieren
konnten. Technik und Übersicht sind aber
auch so vorhanden. Tomoski glänzte mit
Täuschungsmanövern und seinem Auge für
die Mitspieler, Ruttloff mit seinen
zahlreichen platzierten Schüssen.
Auch im sehenswerten Endspiel gegen den
VfB Fortuna, der zuvor Krumhermersdorf
6:3 bezwungen hatte, traf Ruttloff.
Wenige Sekunden vor Ablauf der 15
Minuten fiel jedoch das 4:4. In der
fünfminütigen Verlängerung erzielte der
Ex-Drebacher Kenny Schmidt den
entscheidenden Treffer. "Wir können
trotzdem selbstbewusst zur Vorrunde der
Landesmeisterschaft fahren", blickte
Frenzel bereits auf das Turnier am
kommenden Sonntag. (anr)
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Freie Presse vom 18. September 2010 |
„Mit dem Anpfiff spielt das Drumherum
keine Rolle mehr“ - 25 Jahre nach einem
spektakulären Pokalspiel gegen Aue ist
Frank Seefeldt noch am Ball –
Zuschauerschwund ein Zeichen der Zeit
Vor 3000 Zuschauern verloren die
Bezirksliga-Fußballer der BSG Aufbau dkk
Krumhermersdorf am 16. September 1985
daheim im FDGB-Pokal gegen Oberligist
Wismut Aue 0:3. Zum Kader der Gastgeber,
die die Tore von Kraus und Mothes (2)
erst in der Schlussviertelstunde
kassierten, gehörte Frank Seefeldt.
Andreas Bauer sprach mit dem
48-Jährigen, der später in Zschopau
aktiv war, über damals und heute.
Freie Presse: Wissen Sie noch,
welche Krumhermersdorfer Partie fast auf
den Tag genau vor 25 Jahren reichlich
3000 Zuschauer gebannt verfolgten?
Frank Seefeldt: Ich habe so viele
Spiele absolviert, da kann ich das aus
der Kalten gar nicht sagen.
Freie Presse: Aber ein spannendes
Pokalspiel gegen einen Oberligisten
vergisst man doch nicht – 0:3 gegen Aue.
Seefeldt: Ob ich damals mit auf
dem Feld stand, weiß ich nicht mehr.
Womöglich habe ich wegen
Leistenproblemen gefehlt, die mich Mitte
der 80er Jahre mal geplagt haben. Es
kann aber auch sein, dass ich
mitgespielt habe.
Freie Presse: Solch eine
beeindruckende Kulisse würde einem
Spieler doch in Erinnerung bleiben,
oder?
Seefeldt: So viele Zuschauer
waren damals nichts Besonderes. Zu
DDRLiga- Zeiten waren im Schnitt
bestimmt um die 2000 Leute bei unseren
Spielen in Krumhermersdorf. Gegen
Sachsenring Zwickau kamen sogar 5000.
Die beiden 1:0-Siege gegen diesen
Favoriten sind mir zum Beispiel noch in
bester Erinnerung.
Freie Presse: Warum?
Seefeldt: Mit dem Erfolg 1984
konnten wir Platz 3 in unserer DDR-Liga-
Staffel belegen. Das war ein riesiger
Erfolg für so einen Dorfverein. Außerdem
waren die Vergleiche mit Zwickau auch
für mich persönlich Höhepunkte. Selbst
wenn ich dabei kein Tor erzielen konnte,
waren es einige meiner besten Spiele.
Freie Presse: Nach dem
Bezirkspokalsieg 1986 spielten Sie nicht
mehr für Krumhermersdorf, sondern für
Zschopau. Wie kam es dazu?
Seefeldt: Erstmal musste ich zur
Armee. Mein Wechsel lag aber auch an
Trainer Gerd Schädlich, denn mit ihm
hatte ich manchmal meine Probleme. Ich
bin ein Typ, der pro Spiel 90 Minuten
auf dem Platz stehen will. Eine Stunde
oder Einwechslungen hätten mir nicht
gereicht.
Freie Presse: Selbst mit Zschopau
spielten Sie dann noch vor großem
Publikum, speziell in den
Bezirksliga-Derbys gegen
Krumhermersdorf. Was ist in Ihren Augen
der Grund, warum der Fußball damals so
viele Zuschauer anzog?
Seefeldt: Es gab weniger
Alternativen für die Leute. An Computer
war gar nicht zu denken. Viele hatten
nicht mal ein Auto, um am Wochenende
wegzufahren. Und da war es doch ein
Erlebnis, auf den Fußballplatz zu gehen,
wo immer eine fantastische Stimmung
herrschte. Vielleicht lag es auch daran,
dass speziell in Krumhermersdorf so
viele Spieler aus dem Ort und der
näheren Umgebung aktiv waren. Mit der
Wende hat sich alles geändert.
Freie Presse: Auch in Zschopau
wurde das Interesse kleiner. Sank damit
auch die Motivation als Spieler?
Seefeldt: Natürlich ist eine
riesige Kulisse immer etwas Besonderes.
Nie werde ich vergessen, wie ich als
Nachwuchsspieler des FC Karl-Marx- Stadt
ein Vorspiel im Leipziger Zentralstadion
vor 20.000 Zuschauern absolviert habe.
Auf der anderen Seite ist mit dem
Anpfiff so etwas vergessen. Sobald der
Ball rollt, spielt das Drumherum keine
Rolle mehr.
Freie Presse: Für Zschopau II
spielten Sie zuletzt nur noch vor einer
handvoll Leuten. Macht’s trotzdem Spaß?
Seefeldt: Ich habe den Fußball
immer gebraucht. Mit 48 Jahren
kribbelt’s nicht mehr ganz so sehr, aber
das Loslassen fällt mir schwer. Zwar
wollte ich im Sommer aufhören, aber ich
gehe immer noch zum Training. Und in
Notfällen lasse ich mich breitschlagen.
Vergangenes Wochenende saß ich wieder
auf der Bank.
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Freie Presse vom 07./08.
August 2010 |
Einweihung beeindruckt durch
Vielseitigkeit - Zschopauer Fußballplatz
in der Sandgrube feiert 85. Geburtstag –
Heute trainieren dort die BSG Motor und
vier Freizeitvereine
Noch hat die Fußballsaison nicht
begonnen. Es steht auch kein Testspiel
der BSG Motor Zschopau an, so dass der
ältere der beiden Zschopauer
Fußballplätze in der Sandgrube an diesem
Wochenende in aller Ruhe seinen 85.
Geburtstag feiern kann. Deutlich mehr
Trubel herrschte nahe des Zschopauufers
am 8. und 9. August 1925.
Wie dem Wochenblatt im Zschopauer
Stadtarchiv zu entnehmen ist, wurde der
Sonntag zum Jubeltag. „Es war ein großes
Fest“, steht darin geschrieben, bezogen
auf die sportlichen Aktivitäten auf dem
Platz nach einem großen Festumzug.
Erstaunlicherweise weckte nicht der
bereits am 19. November unter dem
Vorsitz von Fritz Morgenstern gegründete
Zschopauer Fußballclub das größte
Aufsehen, sondern ein
Damen-Handball-Werbespiel zwischen
Sachsen 09 Chemnitz und dem VfB
Annaberg. Die Annabergerinnen erlitten
dabei „eine Niederlage, die noch viel
größer geworden wäre, wenn nicht ein
kleiner blonder Torwart mit
Meisterschaft ihr Heiligtum gehütet
hätte“.
Die feierliche Einweihung des Platzes,
der auf einer von Spediteur Emil
Weißbach gepachteten Wiese in unzähligen
freiwilligen Arbeitseinsätzen errichtet
worden war, hatte schon am Vorabend mit
ihrer Vielfältigkeit beeindruckt. So bot
der Box-Klub „Heros“ aus Chemnitz im
Gasthaus „Goldener Stern“ nach Meinung
des Berichterstatters „Vorzügliches und
gab dieser Platzweihe eine rechte
Einleitung“. Die Fußballer wollten dem
kaum nachstehen, und ihre lebenden
Bilder, die beispielsweise die
Platzwahl, einen scharfen Schuss oder
ein vereiteltes Tor darstellten,
begeisterten das Publikum: „Die
dargebotenen leichtathletischen Übungen
waren turnerische Leistungen erster
Klasse und fanden reiche Anerkennung.“
Die Freude war groß, obwohl Gauvorsteher
Hertling auch kritische Worte fand:
„Besonders habe die Stadtverwaltung
Zschopau der Pflege der Leibesübungen
nicht das nötige Interesse
entgegengebracht.“
Der grandiosen Einweihung sollten schon
bald attraktive Spiele auf dem
Rasenplatz folgen, der Anfang der
50er-Jahre einen Bruder in Form eines
weiteren Spielfeldes erhalten sollte.
Auch ein Sportlerheim wurde gebaut.
Später kam sogar eine Tennisanlage zu
dem Sportkomplex in der Sandgrube hinzu,
der nach dem Hochwasser 2002 umfangreich
saniert wurde.
An den guten Bedingungen der
Fußballanlage erfreuen sich derzeit
neben der BSG Motor Zschopau auch vier
Freizeitvereine. Insgesamt trainieren
und spielen dort neun Mannschaften. Die
Zahl der Nutzer ist im Vergleich zur
Geburtsstunde also deutlich gestiegen,
doch nicht alles hat sich geändert. Das
Riesenband bei der Einweihung des Areals
mit dem Schriftzug „Sport tut Not!“
könnte auch heute über dem Platz
prangen. (anr)
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Freie Presse vom 18. Januar 2010 |
"Für immer Zschopau" - Trainer
Volkmar Neubert feiert heute 60.
Geburtstag
Ziel erreicht: Dank eines 2:1-Sieges
gegen Kreisligist SG Friedrichsgrün im
Spiel um Platz 7 haben die Fußballer von
Motor Zschopau bei der
Hallen-Bezirksmeisterschaft in Lößnitz
den letzten Platz vermieden. "Ich bin
zufrieden, weil wir Spaß hatten und
gerade die jungen Spieler wichtige
Erfahrungen gesammelt haben", erklärte
Trainer Volkmar Neubert, der heute einen
noch viel wichtigeren Grund zum Feiern
hat: seinen 60. Geburtstag.
Zu den Gratulanten werden auch
zahlreiche Weggefährten aus Neuberts
Fußballlaufbahn gehören - darunter
ehemalige Zschopauer Spieler, mit denen
der Übungsleiter in den 80er und 90er
Jahren für Furore sorgte. Nach einem
Auftritt im DFB-Pokal sowie drei
Spielzeiten in der Landesliga
verabschiedete sich Neubert von der
Trainerbank. "Ich hatte erstmal nichts
mehr mit Fußball zu tun", berichtet der
Coach. Anfragen anderer Klubs gab es,
doch ihm fehlte nach eigenen Angaben die
Lust, "Ja" zu sagen: "Ich konnte mir
keinen Vereinswechsel vorstellen."
"Einmal Zschopau, immer Zschopau", nennt
Neubert sein Motto. So ließ er sich vor
zwei Jahren zur Rückkehr ins
Trainergeschäft bewegen, als Motor
Zschopau anklopfte. Dabei sollte er
nicht den Durchmarsch der ersten
Mannschaft fortsetzen, sondern "nur" die
Reserve betreuen. "Es macht auch Spaß,
ein Team auf Kreisebene zu trainieren",
stellt Neubert klar. Dass auch aus Motor
II trotz des derzeitigen Abstiegsplatzes
in der Kreisliga etwas herauszukitzeln
ist, bewies die Hallensaison. Für die in
Prag weilende "Erste" trat Neubert
größtenteils mit der Reserve zur
Bezirksvorrunde an und gewann. Auch beim
Finale in Lößnitz, für das aus dem
Bezirksklasse-Team nur Marcel Haase als
Verstärkung hinzukam, verkaufte sich
seine Mannschaft so teuer wie möglich.
Gegen Neustädtel (0:2), Landesligist
Fortuna Chemnitz (1:5) und
Hohenstein-Ernstthal II (1:4) war wenig
zu holen. Doch im letzten Spiel sorgte
Benjamin Uhlig mit seinem Doppelpack für
gute Laune. (anr)
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Freie Presse vom 15. Januar
2010 |
Überraschungsteam darf nochmal ran -
Zschopau mit "Reserve" zur
Bezirksendrunde
Quasi mit einer Reserve-Mannschaft haben
die Fußballer von Motor Zschopau in
Olbernhau überraschend den Einzug in die
Endrunde der Hallen-Bezirksmeisterschaft
erreicht. Vor dem morgigen Turnier in
Lößnitz sprach Andreas Bauer mit Trainer
Volkmar Neubert (59), der wie die
meisten Spieler eigentlich zur
Kreisliga-Vertretung des Vereins gehört.
Freie Presse: Wird in der
Endrunde die Motor-Mannschaft das
gleiche Gesicht haben wie in der
Vorrunde? Die Spieler der "Ersten", die
vergangene Woche bei einem Turnier in
Prag war, stehen ja wieder zur
Verfügung.
Volkmar Neubert: Die Jungs, die
den Einzug ins Finale geschafft haben,
sollen dort auch spielen. Das ist mit
Olaf Mehnert, dem Trainer der ersten
Mannschaft so abgesprochen. Da wir in
Olbernhau ja nur einen Wechselspieler
auf der Bank hatten, wird aber der eine
oder andere sicherlich dazukommen.
Freie Presse: Aber morgen wartet
doch wesentlich stärkere Konkurrenz als
in der Vorrunde, oder?
Neubert: Natürlich ist uns das
klar. Wenn wir mit Kreisliga-Akteuren
anreisen und dort auf Bezirks- und sogar
Landesligisten treffen, sind wir
natürlich krasse Außenseiter. Aber
vielleicht können wir doch einen
Favoriten ärgern, wobei ich mehr auf die
Leistung als auf das Ergebnis Wert lege.
Freie Presse: Als Trainer
betreuten Sie Zschopau in den 80er und
90er Jahren selbst auf Bezirks- und
Landesebene. Da müssen Sie sich mit
höherklassigen Gegnern ja auskennen.
Neubert: Wir wurden nach der
Wende sogar der erste
Sachsenpokalsieger. Das waren schöne
Zeiten, aber zurück zur Gegenwart: Teams
aus höheren Ligen sind oft verspielt.
Ihnen kommt es nicht so sehr auf
Zweikampfhärte an. Da ist gerade in der
Halle vieles möglich.
Freie Presse: Das klingt, als
wollten Sie nicht mit leeren Händen von
der Endrunde zurückkehren.
Neubert: Als Fußballer und
Trainer ist man immer mit Ehrgeiz bei
der Sache. Aber konkrete Ziele will ich
im Vorfeld nicht ausgeben. Die
Mannschaft soll einfach das Bestmögliche
herausholen, so wie sie es schon in
Olbernhau getan hat. Solche
Erfolgserlebnisse tun hoffentlich auch
gut im Hinblick auf die Rückrunde in der
Kreisliga, in der es für uns ja nicht
allzu rosig aussieht.
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Freie Presse vom 02. Dezember 2009 |
Erfolge und Trainerschein im Visier -
Ex-Auer Borislav Tomoski will bei Motor
Zschopau seine Karriere ausklingen
lassen
Seit dieser Saison ist mit Borislav
Tomoski ein Ex-Profi für die BSG Motor
Zschopau in der Fußball-Bezirksklasse am
Ball. Der 37-jährige Mazedonier mit
deutschem Pass wechselte 1995 zum FC
Erzgebirge Aue, spielte später bei Hansa
Rostock, Rot-Weiß Essen, SC Paderborn,
beim Chemnitzer FC und zuletzt in
Auerbach. Olaf Wirth sprach mit ihm über
seinen Wechsel zu Motor.
Freie Presse: Was verschlägt
einen ehemaligen Profi in die Zschopauer
Fußballprovinz?
Borislav Tomoski: Altersmäßig
reicht es nicht mehr für eine höhere
Liga. Über Klaus Bengner kam der Kontakt
zustande. Für Zschopau war ich wohl ein
echtes Schnäppchen. Mein Vertrag beim
VfB Auerbach war ausgelaufen, es musste
also keine Ablöse gezahlt werden. Zudem
versprach mir Zschopau eine berufliche
Perspektive.
Freie Presse: Gefällt es Ihnen
dort?
Tomoski: Ja, ich wurde sehr gut
aufgenommen. Es macht Spaß, in dieser
Mannschaft Fußball zu spielen. Für die
junge, spielfreudige Truppe bin ich eine
Art Leitwolf und bringe mich als
Führungsspieler ein. Das funktioniert
bisher ganz gut.
Freie Presse: Sehen Sie
Unterschiede zu Ihren bisherigen Ligen?
Tomoski: Ja, natürlich. Obwohl
die Jungs technisch einiges draufhaben,
gibt es große Unterschiede hinsichtlich
der Taktik, der Kondition und auch der
Technik. Aber das ist vielleicht auch
normal.
Freie Presse: In welche Richtung
führt der Weg der BSG Motor?
Tomoski: Die letzten drei Spiele
konnten wir siegreich gestalten. Und
auch die zwei Partien bis Weihnachten
wollen wir gewinnen. Wenn wir oben
mitmischen könnten, wäre das schön.
Freie Presse: Ist Zschopau Ihre
letzte Station als aktiver Fußballer?
Tomoski: Davon gehe ich mal aus.
Ich werde vielleicht noch zwei Jahre
spielen und möchte den C-Trainerschein
machen.
Freie Presse: Das heißt, wir
können Sie in Zukunft als Trainer
erleben?
Tomoski: Dann würde sich für mich
ein Kreis schließen. Ich habe nie etwas
anderes gelernt, als Fußball zu spielen.
Bereits mit 17 Jahren wurde ich mit
Vojvodina Novi Sad jugoslawischer
Meister, absolvierte später zwei
Länderspiele für Mazedonien. Mit den
U-16- und U-18-Teams von Jugoslawien
bestritt ich sogar noch Länderspiele
gegen die DDR. Mit einer
Trainertätigkeit könnte ich zum Fußball
zurückkommen.
Freie Presse: Gibt es Fußball-Nachwuchs im Hause Tomoski?
Tomoski: Das ist durchaus
möglich. Mein vierjähriger Sohn Dario
probiert zwar noch vieles, spielt aber
schon ziemlich gut Fußball. Und auch
meine neunjährige Tochter Emilija ist
sportlich aktiv, sie widmet sich in
Chemnitz intensiv der Leichtathletik.

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Der Westen vom 08. November 2009 |
Die Ersten, die ein DDR-Team zu Gast
hatten
Nur wenige Tage nach dem Mauerfall 1989
gab es die ersten Kontakte, etwa weitere
fünf Wochen später die offizielle Zusage
fürs Fußballturnier, und nur neun Wochen
nach diesem historischen Datum nahm in
Gevelsberg erstmals eine DDR-Mannschaft
an einem Turnier teil.
Die BSG Motor Zschopau erreichte bei der
Premiere im Januar 1990 den dritten
Platz nach den Gruppenspielen, wurde ein
Jahr später im Januar 1991 als Spvgg
Zschopau Gesamt-Zweiter beim Turnier um
den Röttger-Cup des damaligen VfL
Gevelsberg, der auch Endspielgegner war.
Es war ein Zufall, dass es der damalige
DDR-Bezirksligist (dritthöchste Liga in
Ost-Deutschland) war, zu dem der Kontakt
geknüpft wurde. Dietmar Baum, seinerzeit
im Gevelsberger VfL-Vorstand engagiert,
hatte durch seinen Job die Bande
geknüpft. Denn mit seinem Arbeitgeber,
dem Arbeitsamt, ging es in die Region
Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz.
„Wir sollten helfen, dort ein Arbeitsamt
mit aufzubauen”, erinnert sich Baum. Und
wie es der Zufall so wollte, gab es die
ersten Gespräche mit Fußballern aus
Zschopau. Schnell war man sich einig,
dass der DDR-Bezirkligist an dem
Röttger-Turnier in Gevelsberg teilnimmt.
„Wir wollten die Ersten sein, die eine
DDR-Mannschaft bei einem Turnier zu Gast
haben”, so Rolf Westermann, der heute
der Altherren-Abteilung des FSV
Gevelsberg vorsitzt und seinerzeit als
Jugendleiter für den VfL die
Turnierleitung inne hatte. Mitte
Dezember kam die offizielle Zusage.
Zweimal waren die Sachsen beim
VfL-Turnier zu Gast. Und jeweils gab es
Probleme mit der Anreise. Im Januar 1990
wollten die Ost-Kicker in Dortmund aus
dem Zug aussteigen. „Und wir haben in
Ennepetal gewartet”, so Westermann. Die
Bahn half weiter. Beim zweiten Mal, im
Januar 1991, „ist der Bus unterwegs
verreckt. Wir haben uns dann um die
Reparatur gekümmert”, weiß Dietmar Baum.
Doch das waren schon die einzigen
Wermutstropfen. Ansonsten stimmte es
sportlich (Baum: „Die hatten schon ein
tolles Niveau.”) und menschlich.
Zschopauer und Gevelsberger waren sofort
auf einer Wellenlänge. Sowohl Rolf
Westermann als auch Dietmar Baum
erinnern sich nur allzu gerne an das so
genannte Rahmenprogramm. Obligatorisch
war der Empfang bei Gevelsbergs
Bürgermeister Helmut vom Schemm.
Obligatorisch auch eine Fahrt mit der
Wuppertaler Schwebebahn.
Und dort gab es fast ein Malheur. Da die
Gäste aus dem Erzgebirge sozusagen auch
im „Tal der Ahnungslosen” lebten, also
kein West-Fernsehen empfangen konnten,
staunten sie über das hiesige
Konsum-Angebot und somit über die
Auslagen in den Schaufenstern - die auch
aus der Schwebebahn heraus zu sehen
waren. „Da rief plötzlich einer, und
alle rannte auf eine Seite. Die Bahn
geriet ganz schön in Schieflage”,
erinnert sich Baum lachend.
Nach zwei Jahren war es vorbei mit den
Gastauftritten von Zschopau. Im Sommer
1990 gab es den Gegenbesuch mit
sportlichem Vergleich auf dem Feld. „Wir
sind mit der Reserve angereist und haben
eine ordentliche Klatsche bekommen”, so
Rolf Westermann. Der hielt noch zehn
Jahre den Kontakt aufrecht – zu Trainer
Volkmar Neubert. (Heinz-G.
Lützenberger) |
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